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Eigentlich kann man das 'Press' aus dem Namen der French Press streichen, denn die beste Zubereitungsart für die French Press, die wir James Hoffmann zu verdanken haben, lässt das charakteristische Pressen ganz weg. Dafür bekommen wir einen sehr leckeren Kaffee ohne den früher ebenso charakteristischen Kaffeesatz in der Tasse.

Für die Zubereitung mit der (French) Press benötigt man:

• Kaffee • Feinwaage • French Press • 2 Löffel • Mühle • heißes Wasser • 2 Schalen • Tasse

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Zunächst wird das Wasser erhitzt und die benötigte Menge Kaffee abgewogen. Für die French Press vergessen wir die "6g auf 100ml" Faustregel einmal und erhöhen die Dosierung ein wenig. Wir wiegen für unsere große Kanne also 60g Kaffeebohnen ab und werden 850g Wasser verwenden.

Der Mahlgrad muss nicht, wie man relativ häufig ließt, sehr grob sein. Uns schmeckt der Kaffee am besten, wenn wir einen mittleren Mahlgrad, ähnlich dem für den Handfilter, wählen.

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Sobald die Wassertemperatur 95°C errreicht hat, gießen wir 850g davon langsam aber stetig zum Kaffeepulver.

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Nach 4 Minuten Ziehzeit wird jetzt nicht der Deckel aufgesetzt und der Kolben heruntergedrückt. Ähnlich der Vorgehensweise beim Cupping wird nun die Kruste gebrochen, die sich obendrauf gebildet hat und der Kaffee zwei-, dreimal umgerührt.

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Jetzt noch den Schaum und die Pulverreste von der Oberfläche abschöpfen und dann den Deckel auflegen. Wichtig ist, daß man den Kolben nun nicht herunterdrückt, sondern die Partikel, die im Kaffee schweben und früher dann auch immer in der Tasse gelandet sind, sich in Ruhe am Boden absetzen läßt. 

Da der Metallfilter am Kolben nicht sehr fein und vor allem an den Rändern sehr durchlässig ist, würde man durch das Herunterdrücken des Kolbens die Partikel nur unnötig aufwirbeln und viele von ihnen würden den Weg durch den Filter oder am Filter vorbei finden.

So kann man also die Zeit, die der Kaffee benötigt um auf Trinktemperatur abzukühlen, nutzen bzw. einfach warten, bis sich alle Feststoffe auf dem Boden abgelagert haben.

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Beim Einschenken sollte man jetzt also etwas langsamer sein, um die Feststoffe möglichst am Boden zu halten und den Deckel gut festhalten, da er ja nur leicht aufgesetzt ist.

Fertig.